Sonntag, 14. Dezember 2014

Ein besonderes (Weihnachts)Essen. Rehbraten nach Familienrezept.

Hallo meine Lieben,

es ist Sonntag, der dritte Advent und Weihnachten naht in großen Schritten. Habt ihr schon alle Geschenke besorgt? Habt ihr schon alles schön weihnachtlich dekoriert? Habt ihr schon nach einem Christbaum Ausschau gehalten?
Ja es gibt schon immer sehr viel zu tun in der Vorweihnachtszeit. Und jetzt so 10 Tage vor Heilig Abend kommt bei vielen auch noch die Frage auf: Was gibt es dieses Jahr an Weihnachten zu Essen?


Bei uns beispielsweise stellt sich diese Frage nie. Denn bei uns gibt es schon seit ich denken kann jedes Jahr Würstchen und Kartoffelsalat. Der Klassiker. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich freue mich jedes Jahr wieder wie ein kleines Kind darauf.

Doch ich weiß in vielen Familien wird an Heilig Abend auch richtig groß aufgekocht, da darf es ruhig auch mal etwas aufwändiger sein und etwas besonderes.
Und genau für diesen Fall habe ich heute ein altes Familienrezept für euch.
Auf der Speisekarte steht:


Rehbraten mit Spätzle und Blaukraut

 

 

Da mein Opa Jäger ist, wird bei uns seit jeher gerne auch einmal Wild gegessen. Gerade auch zu besonderen Anlässen. Und da mein Opa den besten Rehbraten macht den ich kenne, habe ich das Rezept selbstverständlich von ihm übernommen und gebe es heute feierlich an euch weiter :)

So ein Rehbraten braucht allerdings schon seine Zeit. Insgesamt 2 Tage habe ich mit den Vorbereitungen und dem kochen verbracht. Jeden Tag ca. 2 Stunden, dann ist es auch nicht an einem Tag so viel. Aber keine Panik, wenn alles gut organisiert ist, halb so schlimm. Es ist wirklich perfekt für Heilig Abend, denn ihr könnt eigentlich alles vorbereiten und müsst dann an Heilig Abend nur noch alles erneut aufwärmen und servieren. Fertig.

Und schon gehts los. Hier kommt mein Rezept für den perfekten Rehbraten.

Als Fleisch für den Rehbraten eignet sich am Besten ein Schlegel, eine Schulter oder ein Rücken.
Für ca. 4 gute Esser braucht ihr 1 kg Rehfleisch (mit Knochen ca. 1,5 kg)

Ein bis zwei Tage bevor ihr den Rehbraten essen wollt, muss das Fleisch erst einmal in die Beize eingelegt werden.

Zutaten für die Beize:

1/4 L Rotwein
1/8 L Essig
3/8 L Wasser
1 Zwiebel
1 gehäufter Esslöffel Wildgewürz (in meinem Wildgewürz sind z.B. Wachholderbeeren, Lorbeerblätter, Pfeffer....)


Ich mache dies immer zwei Tage vorher. Und zwar folgendermaßen:

Das Fleisch wenn nicht schon geschehen noch etwas enthäuten.

Dann die Zwiebel in grobe Stücke Schneiden und zusammen mit allen anderen Zutaten in einem Topf erhitzen und etwas aufkochen lassen. Dann die Beize etwas abkühlen lassen und anschließend über das Fleisch gießen.
Das Fleisch abdecken und am besten über Nacht kühl stellen (nicht in den Kühlschrank).

Somit wären die ersten Vorbereitungen erledigt.

Am nächsten Tag benötigen wir folgende Zutaten:

1 kleine Zwiebel
1 Karotte
1 kleiner Sellerie 
1 halbe Stange Lauch
ca. 100g Butterschmalz
Johannisbeerjelee
1 Becher Saure Sahne
Salz und Pfeffer

Das Gemüse in kleine Würfel schneiden und zur Seite stellen.

Anschließend das Fleisch aus der Beize rausnehmen und von beiden Seiten salzen und pfeffern.

Dann in heißem Butterfett gut von allen Seiten anbraten. Wenn das Fleisch schon etwas angebraten ist nun auch das Gemüse dazu geben. Wahrend das ganze noch weiter anbrät, die Beize abseihen, das nur noch die klare Flüssigkeit übrig bleibt.
Dann die abgeseihene Beize über das Fleisch gießen und das Fleisch ca. 1 Stunde auf mittlerer Hitze köcheln lassen.
Nach ca. 30 Minuten einmal wenden.

Nach der Stunde köcheln, das Fleisch vorsichig mit einer Nadel einstechen, wenn kein Blut mehr kommt, ist das Fleisch fertig. Sonst noch etwas weiterkochen lassen.

Dann das Fleisch aus der Soße nehmen, vorsichtig vom Knochen lösen und in ca. fingerbreite Scheiben schneiden.

ACHTUNG: Immer quer zur Faser schneiden. Nicht mit der Faser!!

Falls Knorpel enthalten, diese entfernen.

Jetzt die Soße gut pürieren, etwas Gemüsebrühe hinzugeben und mit dunklem Soßenbinder binden.
 Anschließend die Soße durchpasieren.

Zum verfeinern noch 1 großer Esslöffel Johannisbeergelee und 1 Becher Saure Sahne hinzugeben und alles noch einmal gut verrühren. Nach belieben noch mit Salz und Pfeffer abwürzen.
Die Fleischscheiben wieder in die Soße legen und abgedeckt so über Nacht ziehen lassen.

Jetzt ist der Rehbraten schon fertig. Und ihr braucht an Heilig Abend nur noch Spätzle machen und das Fleisch warm machen. Fertig ist euer Festtagsessen.



Ich hoffe ich konnte euch eine kleine Inspiration für Heilig Abend geben, egal ob es nun der aufwändige Braten oder nur einfache Würstl mit Kartoffelsalat werden. Hauptsache man genießt die Tage mit seinen Liebsten.



Kommentare:

  1. Das sieht total lecker aus! Ich freue mich schon wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Aber nicht wegen der Geschenke, sondern einfach wegen dem Beisammensein mit der Familie und wegen dem leckeren Essen natürlich.
    Ich wünsche dir ein wundervolles Weihnachtsfest.

    Liebe Grüße,
    Lisa Jasmin

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    1. Ich liebe Weihnachten auch total. Aber auch vorallem weil dann alle beisammen sind und man es sich gut gehen lässt :)

      Liebe Grüße

      Nadine

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  2. wirklich toll gekocht Nadine,bin stolz auf dich
    Liebe Grüße
    Mama

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  3. Ohh, das sieht ja superlecker aus! Das würde ich auch gerne an Weihnachten essen. :)

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    1. Vielen Dank das freut mich.

      Liebe Grüße

      Nadine

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  4. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  5. Ui das sieht aber lecker aus! Ich liebe selbstgemachte Spätzle. Das ist echt das Beste!
    Bei mir gibts an Weihnachten wieder Fondue! :)

    Liebste Grüße,
    Nina von http://good-morningstarshine.blogspot.de/

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